Leichtbeton

Unter Leichtbeton (LB) versteht man Beton mit einer im Vergleich zum Normalbeton geringen Rohdichte. Diese kann zwischen 800 und 2000 kg/m³ liegen (Normalbeton 2000-2600 kg/³). Vorteile des Leichtbetons sind vor allem das geringe Eigengewicht und die niedrige Wärmeleitfähigkeit.

Um eine Verringerung der Rohdichte zu erreichen müssen gezielt Poren in den Beton eingebracht werden. Nach Art der Einbringung der Poren wird Leichtbeton in zwei Gruppen eingeteilt.

Gefügedichter Leichtbeton mit Kornporosität (auch Konstruktionsleichtbeton)

Bei diesem Leichtbeton sind die Holräume zwischen den Zuschlagskörnern wie beim Normalbeton mit Zementleim gefüllt. Die geringe Rohdichte wird durch den Einsatz besonders leichter und poriger Gesteinskörnungen wie Blähton, Blähglas und Blähschiefer erreicht.

Konstruktionsleichtbeton ist in der DIN EN 206-1 bzw. DIN 1045-2 genormt. Da gefügedichter Leichtbeton ähnlich hohe Druckfestigkeiten wie Normalbeton erreichen kann aber ein deutlich geringeres Gewicht aufweist kann er im Hochbau und sogar im Brückenbau zum Einsatz kommen.

Haufwerksporiger Leichtbeton

Bei haufwerksporigem Leichtbeton wird die Gesteinskörnung so ausgewählt, dass möglichst viel Holraum zwischen den Körnern entsteht. Die Gesteinskörner werden vom Zementleim Umhüllt und nur punktweise verkittet. Es entsteht Beton mit Haufwerksporigkeit oder Einkornbeton. Anwendung findet dieser Leichtbeton in Form von Fertigteilen und Mauersteinen, Wandplatten für leichte Trennwände oder Stahlbetondielen für dach- und Deckenplatten.